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Debatte. Beiträge zur Erwachsenenbildung

In der Erwachsenenbildungswissenschaft werden Zusammenhänge zur und Auswirkungen von Digitalisierung seit Jahrzehnten thematisiert. Dabei kreisen die Auseinandersetzungen zu großen Teilen um Fragen des Umgangs mit und des Einsatzes von digitalen Medien und Technologien in Lehr-Lernkontexten, um damit verbundene Kompetenzanforderungen an erwachsenenpädagogisches Personal sowie Teilnehmende und um das Für und Wider digitaler Angebote im Hinblick auf spezifische Teilhabemöglichkeiten. Die grundlegenden Auswirkungen des Digitalen – auch auf das Subjekt – werden dabei eher weniger betrachtet. So stellen beispielsweise digitale Plattformen die Organisation von erwerbsbezogener Arbeit in Frage, indem sie ein orts- und zeitunabhängiges Arbeiten ermöglichen und damit gleichzeitig vom Subjekt einen souveränen Umgang fordern. Heidrun Allert problematisiert diese Entwicklungen in ihrem Beitrag „Die Hervorbringung des souveränen Subjekts“ und stellt die These auf, dass „Macht- und Regierungsbegriffe wie ‚Steuerung‘, ‚Regulierung‘ und ‚Souveränität‘ […] sich zunehmend hin zum Individuum [bewegen]. Sie heißen dann ‚Selbstregulierung‘, ‚Selbststeuerung‘, ‚Selbstbestimmung‘, ‚Selbstwirksamkeit‘, ‚Selbstfürsorge‘ und schließlich sogar ‚Selbstsouveränität‘.“ Hierfür zeichnet sie die Entwicklung der libertären Gedanken eines Anarchokapitalismus nach, die in der Ermächtigung des Individuums im Kontext des Human Potential Movements wurzeln. Für die Pädagogik und speziell die Erwachsenenbildung stellt sich daran anschließend die Frage, wie mit dem (auch pädagogischen) Anspruch der Ermächtigung des Individuums umzugehen ist, wenn sich die Individuen zunehmend in diesem Kontext nicht mehr als Gemeinschaftswesen, sondern als Unternehmer:innen verstehen.

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